Donnerstag, 4. März 2010

Klaas Voget erlebt das Erdbeben in Chile


Klaas Voget ist gebürtiger Auricher und war Schüler an der Igs Aurich-West und machte dort 1998 sein Abitur. Der professionelle Windsurfer wurde am 24.April.1979 geboren. Nachdem er Abitur gemacht hatte machte er auf Norderney seinen Zivieldienst, wo er dann auch anfing mit dem windsurfing. Im Jahr 2000 startete er dann sein Studium in Sportwissenschaft. Nun lebt er in Hamburg.


Erfolge des Klaas Voget

* 9. PWA Wave-Endrangangliste 2004
* 7. PWA Worldcup Brazil 2007
* Sieger DWC Wave-Freestyle 2007
 6. in der Weltrangliste PWA Wave 2008

Der Sptzen-Windsurfer erlebte das Beben mit in dem kleinen Küstenort Matanzas in Chile um für die Saison zu tranieren . Es war bis dahin das 7 höchste Erdbeben,was je gemessen wurde mit der Stärke 8.8 und somit auch stärker als das in haiti.
3:34 Ortszeit begann das Beben und es starben mehr als 700 Menschen. Klaas Voget berichtet in der On über sein Erlebnis dort.
„Ich bin seit letztem Donnerstagmittag in Chile, um hier etwa zwei Autostunden südwestlich der Hauptstadt Satiago zu tranieren. Die Windsurfbedingungen sind zu dieser Jahreszeit exelent, mit guten Wind und häufig perfekten Wellen zum Windsurfen. Bisher waren die Wellen aber alles andere als perfekt, ganz im Gegenteil, sie kamen mit einer unverstellbaren Zerstörungskraft. Ich bin hier zusammen mit zwei Weltcupkollegen , Robby Swift aus England (3. Der PWA-Weltrangliste) und seiner Freundin, sowie Victor aus Spanien (6. Der PWA-Weltrangliste).
Wir wohnen in zwei Häusern etwa 300 Meter voneinander entfernt in dem kleinen Küstenort Matanzas auf einem Hügel.
Da Victor erst Freitagabend angereist war, ist er die Nacht in Santiago gbelieben und ich war allein im Haus. Als es Nachts um etwa 3:30 Uhr anfing zu beben, hatte ich die Haustür verschlossen und war etwa eine Minute in Panik damit beschäftigt, den richtigen Schlüssel ins Schloss zu stecken. Das Beben zerrte mit einer Wahnsinnskraft das gnaze Haus etwa eineinhalb Minutenin alle Richtungen. Um mich herum knackte und klirrte es, eine Betonwand riss, Blakenverbindungen lösten sich. Es wure immer heftiger und das Haus fing immer wilder an zu klappern.
Nach etwa einer Minute schaffte ich es endlich, die Tür aufzuschließen. Draußen stand ich zitterndvom Adrenalin, vor dem immer noch tobenden Haus.
Ich bin dann zu Robby und seiner Freundin gelaufen, die auch schon mit weit aufgerissenen Augen auf der Starße standen.Wir hörten Schreie unten im Drof, Autos fuhren die Küstenstraße hoch. Kurz drauf sahen wir auch schon , wie eine Welle in die Bucht rollte. Ein paar Dorfbewohner kamen nass, leicht verletzt und unter Schock zu uns den Hügel hochgerannt. Strom- und Handynetz waren zusammengebrochen, ein gewaltiger Erdrutsch blockierte die Asphaltstraße, die uns aus dem Dorf führt. Brücken in Richtung der umliegenden Orte waren eingestürzt.
Erst mit der Moregndämmerung war das Ausmaß der Zerstörung zu erkennen. Überall Risse,Brüche, von der Welle teilweise komplett zerstörte Häuser. Zum Glück ist bei uns im Dorf keiner schlimmer verletzt worden.. Am Sonntagmorgen brach dann auch die Wasserversorgung zusammen und wir fuhren über Umwege in die Hauptstadt nach Santiago.
Hier sahen wir erst im Fernsehen, dass wir ziemliches Glück gehabt hatten. Die Region um Concepion ist komplett zerstört.
Wir haben uns jetzt hier die nötigste Dinge (Trinkwasser, essen, einen Generator, Benzin, Diesel und Werkzeuge) besorgt, die wir und die Bewohner im Dorf brauchen.
Heute Mittag geht es zurück nach Matanzas und an die Aufräumarbeiten. Wir hoffen das Strom und Wasserversorgung bald wieder hergestellt sind.